Dinkelsbühl – ein europäisches Kulturdenkmal

In Dinkelsbühl empfängt Sie keine Kulisse, sondern lebendige Gegenwart. Dinkelsbühl gehört zu einer der „am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte Deutschlands“. In der Altstadt erwarten Sie verwinkelte Gassen und weitläufige Plätze mit zahlreichen bunten Häusern und prächtiger Fachwerkarchitektur. Umgeben wird die mittelalterliche Altstadt von vier Stadttoren und zahlreichen Türmen. Vor der Stadtmauer erstrecken sich Wassergräben und Weiher und formen ein eindrucksvolles Ensemble von europäischem Rang.
Die attraktive, mittelalterliche Altstadt mit ihren modernen Hotels, zahlreichen Restaurants und Cafés sowie einer Vielzahl an unterschiedlichen Geschäften und Sehenswürdigkeiten ist der ideale Ort für einen Aufenthalt, ob allein, mit der Familie oder in der Gruppe. Auch für Tagungen und Seminare schafft die laut FOCUS „schönste Altstadt Deutschlands“ den kreativen Rahmen.

Veranstaltungen und Events rund ums Jahr

Dabei bietet die Stadt Dinkelsbühl neben romantischen Ecken und einem besonderen Altstadtflair das gesamte Jahr über ein lebendiges Veranstaltungsspektrum an. Musikalisch wird ins Frühjahr gestartet, ob beim Oster- und Muttertagskonzert vor der Schranne am Weinmarkt mit der Dinkelsbühler Knabenkapelle. Darüber hinaus locken von Mai bis September jeden Sonntag verschiedene Kapellen aus der Region in den Dinkelsbühler Stadtpark und musizieren dort im Musikpavillon.

Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V.

Jedes Jahr zu Pfingsten treffen sich seit über siebzig Jahren die Heimatortgemeinschaften der Siebenbürger Sachsen in Deutschland zum Heimattag. Der Höhepunkt ist Jahr für Jahr der große Trachtenumzug der die Vielzahl an siebenbürgischen Trachten sichtbar werden lässt.

Kinder- und Heimatfest ‚Die Kinderzeche‘

Der wichtigste Termin im Dinkelsbühler Veranstaltungskalender ist das jährlich stattfindende Kinder- und Heimatfest ‚Die Kinderzeche‘ im Juli, bei dem unter der Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen eins bis acht sowie weiteren 1.100 Aktiven die Stadtgeschichte lebendig wird. In dem seit 1897 auf­geführten Fest­spiel wird eine lokale Sage nach­ge­spielt, nach der im Dreißigjährigen Krieg Dinkelsbühler Kinder die Stadt vor den Schweden gerettet haben sollen. Seit dem Jahr 2016 befindet sich das Fest auf der Liste des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland.

Fisch-Erntewoche mit Kulturprogramm

Im Herbst lockt die Fischernte-Woche nach Dinkelsbühl und bietet eine Woche lang Natur, Kultur und Kulinarik. In den Monaten mit "r" im Namen ist Erntezeit für den "Dinkelsbühler Karpfen". Heute umsäumen noch etwa 120 Fischteiche und naturnahe Bäche in schillernder Kette die Stadt an der Wörnitz. Ergänzt wird die Fisch-Erntewoche von einem abwechslungsreichen Kulturprogramm. Am ersten Wochenende bereichert der Kunsthandwerkermarkt mit ausgesuchten, hochwertigen Produkten und handgefertigten Unikaten im Haus der Geschichte die Veranstaltung. Zum Abschluss der Fisch-Erntewoche findet am Samstag des zweiten Wochenendes die Lange Kulturnacht statt. Hierfür öffnen zahlreiche städtische kulturelle Einrichtungen ihre Tore. Kulturinteressierte, Genießer und Nachtschwärmer erwartet bei freiem Eintritt ein einzigartiger Mix aus Kunst, Musik, Film, Literatur und Performance.

Winterzeit in Dinkelsbühl

Wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt und die Tage kürzer werden, erstrahlt die Dinkelsbühler Altstadt im Lichterglanz. Der Dinkelsbühler Weihnachtsmarkt findet im idyllischen Spitalhof unter dem Motto „Ihr Kinderlein kommet“ statt. Damit erinnert die Stadt an ihren einst berühmten Sohn Christoph von Schmid, der den Text zu „Ihr Kinderlein kommet“ verfasst hat.
Ab dem 25. Dezember beginnen in Dinkelsbühl die Rauhnächte, so nennt man die Zeit zwischen den Jahren bis zum Heilig-Drei-Königstag. Nach all dem vorweihnachtlichen Trubel und der besinnlich ruhigen Tage zum Weihnachtsfest, wird in Dinkelsbühl die geheimnisvolle Zeit eingeläutet. Märchen und Erzählungen zur Rauhnachtszeit stehen ebenso auf dem Programm wie eine Fackelwanderung um die historische Altstadt.

Stadtgeschichte trifft optische Illusionen - Museen in Dinkelsbühl

Haus der Geschichte – Von Krieg und Frieden

Das „Haus der Geschichte Dinkelsbühl – von Krieg und Frieden“ gibt Antwort auf die Frage, warum Dinkelsbühl ist, wie es ist. Seine Heimat ist das Alte Rathaus, ein reizvoller Gebäudekomplex aus dem 14. bis 16. Jahrhundert. Das Haus widmet sich der Spurensuche nach über 800 Jahren Stadtgeschichte. Zeitgemäß und spannend inszeniert werden Aufstieg und Fall Dinkelsbühls, Konflikte und Kriege, Wirtschaft und Leben in einer konfessionell geteilten Reichsstadt, lebendig.

Museum 3. Dimension

Das Museum zeigt auf vier Etagen Holographie, 3D-Fotografie, 3D-Anaglyphen, Magic Eyes, optische Illusionen, unmögliche Figuren, Amorphosen, Vexierbilder. Es ist weltweit einmalig mit interaktiven Elementen. Spielerisch und unkompliziert werden Verfahren und Techniken, die seit dem Mittelalter zu Rekonstruktion der Tiefe des Raumes eingesetzt wurden, gezeigt.

Kinderzech-Zeughaus

Im Kinderzech-Zeughaus können Sie das Kinder- und Heimatfest ‚Die Kinderzeche‘ von einer anderen Seite kennenlernen. Im Zeughaus lagern Kostüme, Schuhe und Waffen sowie Requisiten der Kinderzeche.

Kirchenbauwerke in Dinkelsbühl

Sichtbare Zeichen von Glaubensstärke und Bürgerstolz, Meisterleistungen mittelalterlicher Baukunst, Zeugnisse von Glaubenszwist und Versöhnung – all dies und doch viel mehr sind die Kirchenbauten in Dinkelsbühl. Neben dem Münster St. Georg und der St.-Pauls-Kirche gibt es noch die Kapuzinerkirche und die Heilig-Geist-Kirche in der Dinkelsbühler Altstadt.

Münster St. Georg

Das Münster St. Georg, errichtet in den Jahren 1448 bis 1499 nach Plänen Nikolaus Eselers, gilt als eine der schönsten spätgotischen Hallenkirchen Süddeutschlands. Elf Pfeilerpaare tragen ein abwechslungsreiches Kreuzrippengewölbe und formen einen Innenraum von überwältigender Harmonie. Einmalig ist das Maßwerk des südlichen Chorfensters, das „Brezenfenster“, eine Stiftung der Bäckerzunft. Die Brezen stehen für Bürgersinn und Bürgerstolz und sind noch heute sichtbares Zeichen spätmittelalterlichen „Sponsorings“. Jeden Freitagnachmittag finden ab 15:30 Uhr Orgelkonzerte statt. Vom Münsterturm aus hat man einen unvergesslichen Blick über die Dinkelsbühler Altstadt. Geöffnet hat der Turm von Donnerstag bis Sonntag von 14-17 Uhr.

Kirche St. Paul

Die Geschichte der "Protestantischen Hauptkirche" beginnt im Jahr 1648. Als der Westfälische Friede den Dreißigjährigen Krieg beendete, erhoben die evangelischen Dinkelsbühler die Forderung auf gemeinsame Nutzung der St. Georgskirche. Da sie aber im "Normaljahr" 1624 katholisch war, blieb sie katholisch. Die Evangelischen erhielten die Spitalkirche. In einem Sondervertrag wurde ihnen erlaubt, sich auf eigene Kosten eine größere Kirche zu bauen. Daran konnte man aber infolge der Kriegsschäden nicht denken. Die evangelische Gemeinde richtete sich, so gut es ging, in der viel zu kleinen Spitalkirche ein. Durch die Säkularisation ging die Karmeliterkirche mit dem angebauten Kloster in den Besitz des bayerischen Staates über. Nun wurde sie verkauft. Die evangelische Kirchengemeinde erhielt 1812 die "allerhöchste Genehmigung" des Staates zum Kauf dieser Kirche. Sie sollte umgebaut werden. Aber das königliche Konsistorium in Ansbach nahm den Standpunkt ein, "daß das Geld nicht umsonst ausgegeben sein dürfe, da es der ansehnlichen Stadtgemeinde zu einer geräumigeren und schöneren Kirche verhelfen sollte".
Die Klosterkirche der Karmeliter wurde 1839 abgebrochen um Platz für den Bau der "Protestantischen Hauptkirche" zu schaffen. Sie wurde nach dem Plan des ansbachischen Civilbauinspektors Schulz im "byzantinischen Styl" errichtet. Aus der Klosterkirche stammt noch die südliche Langhauswand. Schon im Herbst 1840 waren die Grundmauern aufgeführt und das Dach gedeckt. Im Sommer 1843 wurde das Innere der Kirche vollendet.

Landestheater Dinkelsbühl - Theater von heute mit viel Tradition

Das Landestheater Dinkelsbühl hat sich aus einer Privatinitiative heraus entwickelt, die Kunst und Kultur nach Dinkelsbühl bringen wollte. Die erste Theateraufführung überhaupt in Dinkelsbühl war auf diese Initiative hin am 14. März 1955. Ab 1962 gab es den Zweckverband Dinkelsbühl, Donauwörth, Bad Windsheim als Fränkisch-Schwäbisches Städtetheater. Im Jahr 2005 wurde die Bühne am Wehrgang zu einer modernen Sommerspielstätte ausgebaut. Seit 2006 ist das Theater ein Landestheater und spielt regelmäßig auch in Rothenburg o.d. Tauber und in Wassertrüdingen und an anderen Orten. Zudem wurde der Spitalhof zu einem Theaterhaus ausgebaut und 2008 bezogen.
Die Sommerspielzeit in der überdachten Freilichtbühne am Wehrgang beginnt Mitte Mai. Die Winterspielzeit ab Herbst einen jeden Jahres findet im Spitalhof statt.